Beratung bei sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen

In der Fachberatungsstelle finden von sexualisierter Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche sowie ihre schützenden Bezugspersonen Beratung und Unterstützung.

Alle Beratungen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht und sind kostenfrei.

Sie können uns von Montag bis Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr und Mittwoch von 15:00 bis 18:00 Uhr telefonisch erreichen. Sie erhalten innerhalb von 24-48 Stunden ein Gesprächsangebot.

Telefonnnummer: 040 - 525 708 40

Sie können uns auch eine E-MAil schicken unter: fb.norderstedt@diakonie-hhsh.de

Unsere Beraterinnen und Berater wissen um die Belastungsfaktoren der verletzten Kinder, sie kennen die Angst, dass ihnen nicht geglaubt wird, die Angst ihre Eltern zu verlieren oder die Angst vor für sie nicht überschaubare Konsequenzen in Bezug auf ihre Aussage. Sie wissen um die Scham und Schuldgefühle und die vielfältigen Belastungen durch nicht immer angemessene Reaktionen in den Familien und in ihrem Umfeld.

Wir beraten und begleiten die schützenden Familienmitglieder. Auch die anderen Familienmitglieder sind in ihrem Grundvertrauen und in ihrem Urteilsvermögen stark beschädigt. Der Auseinandersetzung mit eigenen Schuld- und Schamgefühlen begegnen wir mit großem Respekt und Anerkennung.

Unsere Erfahrungen im Umgang mit kindlichen Opfern haben gezeigt, dass jedes Opfer seine eigenen Bewältigungs-und Überlebensstrategien haben, um mit sexueller Gewalt, anderen Formen von Gewalt und Geheimhaltungszwang, umgehen zu können. Wir wissen ebenso, dass die Folgen für die Betroffenen individuell verschieden sein können.

 Wir unterstützen die kindlichen Opfer und ihre Familien in ihrer Vorbereitung auf des Ermittlungs- und Gerichtsverfahren und stabilisieren sie für ihren Alltag. Ein Reden über die Tat oder eine Beeinflussung der Aussage der kindlichen Opferzeugen werden auf jeden Fall vermieden. Vielmehr geht es uns um emotionalen Beistand, Aufklärung und Wissensvermittlung, damit die kindlichen Opfer und ihre Familien entlastet und Sekundärschädigungen vermieden werden. Kinder, Jugendliche und auch die schützenden Bezugspersonen haben hier die Möglichkeit über das Erlebte zu berichten. Ihnen wird Glauben geschenkt.

 Kinder, die Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sind, bedürfen einer besonderen Form der Beachtung, Ansprache und Unterstützung, damit sie in ihren Ängsten und Nöten nicht allein gelassen und ihre Hilferufe verstanden werden.

 Unsere Beratungen und die traumatherapeutische Begleitung der Kinder und Jugendlichen hat das Ziel, über die Wahrnehmung und Akzeptanz ihrer kindlichen Bedürfnisse eine Stabilisierung zu erreichen, damit sie, emotional gestärkt, ihre eigenen Interessen vertreten und ihren mit dem Strafverfahren verbundenen Belastungen als Opferzeugen standhalten können.

 Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es eines offenen und auf den jeweiligen Einzelfall flexibel ausgerichteten Hilfeangebotes, das von den kindlichen Opfern und ihren Bezugspersonen mit ihren jeweils spezifischen Anliegen angenommen werden kann.

Für die Betroffenen Kinder und Jugendlichen und ihren schützenden Familienangehörigen bauen wir Netzwerkstrukturen vor Ort auf, arbeiten mit anderen Institutionen zusammen und bauen mit den öffentlichen Kooparationspartner (Jugendamt, Polizei und Gericht) verlässliche Strukturen der Zusammenarbeit auf.

Eine Beratung von Tätern und Täterinnen und der (sexuellen) Gewalt beschuldigten Menschen bieten wir nicht an.